Wohltat-Bastelaktion Frühjahr und Ostern

Wohltat-Bastelaktion für Frühjahr und Ostern

  

Wir waren heute fleißig.
Frühjahrs- und Osterdekorationen entstanden heute in geselliger Runde und stehen nun aktuell in unserem Schaufenster für euch bereit.                                                                                                          …weiterlesen

(Fotos & Text TZ)

Corona: Stadtverwaltung auch betroffen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

leider muss ich Ihnen mitteilen, dass es auch den ersten Fall einer coronavirusinfizierten Person unter den Bediensteten der Stadt Herzogenrath und in der Folge Quarantänemassnahmen von Kontaktpersonen gibt.

Dadurch kann es zu Beeinträchtigungen in der Sachbearbeitung kommen. Hierfür bitte ich um Verständnis.

Anders als Schulen oder Kindergärten muss das Rathaus aber nicht geschlossen werden. Sie können dieses bedenkenlos betreten. Ich möchte Sie bitten, die im Eingangsbereich bereitstehenden Desinfektionsmittel in Anspruch zu nehmen.

Nach wie vor ist das Thema Coronavirus in unserer Stadt ein aktuelles Hauptthema unserer Verwaltung. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Städteregion ist der von mir eingerichtete Stab jederzeit einsatzbereit. Ich danke an dieser Stelle für Ihr Vertrauen.

In unserem Internetangebot finden Sie zum Thema „Coronavirus“ Links zu weiteren Informationen der Städteregion, des zuständigen Landesministeriums MAGS und des Robert-Koch-Instituts, die ich zur Lektüre empfehle.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph von den Driesch
Bürgermeister

 

Bitte informieren Sie sich auch unter folgenden Links:

https://www.staedteregion-aachen.de/de/navigation/aemter/oeffentlichkeitsarbeit-s-13/aktuelles/pressemitteilungen/aktuelle-pressemitteilungen/coronavirus/

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/minister-laumann-nordrhein-westfalen-ist-gut-gegen-das-corona-virus-vorbereitet

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

„Montagsgespräch in St. Gertrud mit Gaststar Jimmy Kelly”.

Ein sehr interessanter und inspirierender Abend für die Zuhörer im Pfarrsaal St. Getrud.
Bei fast voll besetzten Plätzen eröffnete Pfarrer Dr. Guido Rothäut das Gespräch mit James-Victor Kelly, besser bekannt als Jimmy Kelly, mit einem kleinen Seitenhieb auf die aktuelle Situation um das “Corona-Virus”.
Seine Einleitung “wir müssen uns ja nicht umarmen und ein Meter Abstand ist zumindest zwischen Bühne und Publikum, der Rest ist eigenes Ermessen”.

Danach stieg er gleich in das Gespräch mit Jimmy Kelly ein, der über seine Familie, sein früheres Leben und seinen Glauben zu Gott sprach.
Zwischendurch wurde das Gespräch mit kleinen Musikbeiträgen von Jimmy Kelly aufgelockert.
Natürlich brachte Jimmy Kelly auch Frau Ehlert als Gastmusikerin mit, die in Aachen als Musikpädagogin und Straßenmusikerin bekannt ist.
Frau Ehlert, ist mit ihrer Geige Teil seines “Streetorchestra” mit dem er zwischendurch auf Tournee geht.
Neben seiner Tournee mit der Neuauflage der Kelly Family ist er auch mit seinem “Streetorchestra” auf Tournee und kann auch als Sprecher für Vorträge zum Thema “Glaube und Lebenserfahrungen” gebucht werden.

Auch wir von Wohltat waren vertreten und haben Jimmy Kelly im Gespräch mit Pfarrer Dr. Guido Rothäut zugehört.

Für viele Zuhörer bedeutet Kelly-Family die Verbindung nach Irland, aber bei Jimmy Kelly ist das weit gefehlt.
Vater Dän Kelly war gebürtig aus Amerika, die Urgroßeltern von Jimmy Kelly waren aus Irland und Jimmy selbst wurde 1971 in Südspanien während der Ära „Franco“ geboren.
Jimmy Kelly hat selbst einen irischen und einen amerikanischen Pass, spricht neben Spanisch auch Englisch, Deutsch und Französisch, versteht aber auch Niederländisch und Italienisch.
Sein kleiner Scherz hierzu, „mein Deutsch ist genauso gut oder schlecht wie mein Englisch und mein Französisch, ausbaufähig schlecht“ (Zitat J. Kelly).

Auf die Frage, wie es zur Auswanderung von Amerika nach Spanien kam, erklärt Jimmy Kelly, dass sein Vater schon damals die Schulpflicht nicht so genau nahm und man ihm gedroht hatte, die Kinder weg zu nehmen, wenn sie nicht zur Schule gehen würden.
Daraufhin hat Vater Dän die Kinder, seine Ehefrau und das Kindermädchen mit nach Spanien genommen.
Er selbst war zu dieser Zeit noch nicht geboren und weiß hier nur aus Erzählungen der älteren Geschwister was damals zur Auswanderung geführt hat.

In Spanien wollte kam es dann zum Bruch zischen Vater Dän und seiner Ehefrau, da das Kindermädchen von Vater Dän schwanger war und die Familie nun wuchs.
Kathy, Johnny, Patricia, Jimmy selbst, Joy, Barbara Anne, Michael Patrick und Angelo sind Kinder aus der Ehe mit Vater Däns zweiter Ehefrau.

Ursprünglich wollte Vater Dän in Amerika ein Studium beginnen und zum Jesuiten werden, also zum Priester geweiht werden, aber in Spanien hatte er dann eine Musikkneipe wo jeden Abend Musiker auftraten und auch seine Kinder an die Musik.

Von Spanien aus ging es dann weiter nach Rom, wo Vater Dän seinen Kindern einmal zeigen, wo er früher gern Theologie studiert hätte.
In Rom kam es zu einem längeren Zwangsaufenthalt, von knapp einem halben Jahr, da der Familienbuss ausgebrochen worden war und alle Dokumente der Familie gestohlen wurden.
Bis alle Familienmitglieder wieder ihre Pässe hatten saß man in Rom fest und verdiente sich sein Geld mit Straßenmusik.
In der Zeit in Rom lernte Vater Dän dann einen Geigenlehrer aus Wien kennen, der die Familie nach Österreich einlud und anbot den Kindern Geigenunterricht zu geben.
Kurzerhand packte Vater Dän die Familie wieder ein und man wanderte nach Wien aus.

In Österreich erhielten einige Geschwister neben Geigenunterricht auch Unterricht an Ballett- und Theaterschule und man verdiente sein Geld überwiegend mit Straßenmusik.
Zu dieser Zeit traf Vater Dän dann Bernhard Paul vom „Roncalli-Zirkus“, und man trat gemeinsam eine Weile auf.

Jimmy Kelly erinnert sich, dass Vater Dän dann auf die Idee kam, man könne ja auch einen Zirkus eröffnen und müsse dafür noch einem zurück nach Irland, denn dafür benötigte man ja zwei Doppeldeckerbusse.
Also wurden wieder alle Kinder eingepackt und man reiste nach Irland zurück.

In Irland fand man dann neue Freunde, die in Stuttgart mit Ballett und Straßenmusik häufig unterwegs waren, Vater Dän verwarf den Plan mit Zirkus und Reisen, packte seine Familie wieder ein und reiste nach Stuttgart.
Hier verdiente man sich wieder Geld auf der Straße, schloss den ersten Plattenvertrag mit „Polydor“ ab und produzierte die ersten CDs.
Nach zwei Jahren bei Polydor beschloss Vater Dän seine Familie wieder auf Reise mitzunehmen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde klar, die Mutter ist mit Angelos schwanger und bekommt gleichzeitig die Diagnose Krebs.

Diese zwei Tatsachen sind der Grund für die neue Umsiedelung nach Spanien zurück.
Aber auch, damit man aus dem Vertrag mit Polydor herauskommt, da Vater Dän glaubt, man sei betrogen und verheizt worden.

In Spanien beschließt die Mutter dann Angelo zur Welt zu bringen und nicht abzutreiben um den Krebs anschließend behandeln zu lassen.
Eine einschneidende Entscheidung für die gesamte Familie, denn kurz nach Angelos Geburt stirbt die Mutter und hinterlässt eine Lücke in der Familie.

Jimmy Kelly berichtet zum Teil auch darüber, dass die ganzen Reisen und längeren Aufenthalte an verschiedenen Orten immer zur Folge hatten, das gerade geschlossene Freundschaften nie vertieft werden konnten und er sich immer wieder sozusagen entwurzelt gefühlt hat.
Aus diesem Grund wurde er auch zum kleinen Rebellen in der Familie.
Für Jimmy war seine Mutter immer diejenige die die Familie zusammenhielt, der ruhige Pol und er stellte sie mit der Mutter Gottes gleich.
In seiner Kinderzeit hat die Mutter immer mit den Kindern und dem Vater gemeinsam sehr darauf geachtet, dass die Kinder alle getauft waren und jeden Sonntag war der Kirchgang mit der Mutter das Pflichtprogramm für alle Kinder.

Nachdem die Mutter nicht mehr da war und der Vertrag mit Polydor beendet war beschloss Vater Dän ein eigenes Plattenlabel zu gründen um selbst CDs und Platten heraus zu geben.
Dies gelang auch eine Weile und brachte in den 90er Jahren eine große „Kellymanie“ mit sich, wobei Jimmy hier eingesteht, dass er damals nach dem ersten großen Run auf die Familie um das Jahr 2000 herum einen großen Absturz hatte, der trotz des Erfolges ihn persönlich sehr geprägt hat.
Der Tod der Mutter, der Vater als Patriarch, wechselnde Frauenbekanntschaften, Alkohol, Drogen und der Verlaust des Glaubens an Gott hatten ihn damals sehr nah an den Rand des Abgrunds gebracht.

Zum Glück, so sagt er heute, war da eine seiner Schwestern, die ihn nach Spanien zu einem Kloster mitnehmen wollte um ihren Glauben wieder zu erneuern aber hier Jimmys Begleitung wollte.
Er hat seine Schwester begleitet und dort im Gespräch mit dem Priester und in Gebeten seinen eigenen Weg wieder zurück zum Glauben und zu sich selbst gefunden.

Seither betet Jimmy Kelly täglich zu Gott und vor Auftritten betet er zur Mutter Gottes, was ihm persönlich sehr viel gibt und meist auch beruhigt.
Nach dem Besuch im Kloster hat Jimmy wieder ganz unten angefangen, sozusagen „zurück zu den Wurzeln“, hin zur Straßenmusik.
Einer seiner ersten Straßenmusikauftritte fand in Aachen statt, damals lebte er in Belgien
In dieser Zeit, bis zur Neuauflage der „Kelly Family“ hat er zunächst auf den Straßen musiziert und Geld verdient
Hier hat er immer wieder tolle weitere Straßenmusiker gefunden, die nun gemeinsam mit ihm als „Jimmy Kelly und das Streetorchestra“ häufig auf Tour gehen und auch einige CDs produzieren.

Vor drei Jahren beschlossen einige seiner Geschwister wieder gemeinsam auf Tour zu gehen und die „Kelly Family“ wieder aufleben zu lassen, dies sogar mit Erfolg.
Wobei mittlerweile jeder seiner Geschwister sein eigenes Leben führt.
Maite, Johnny, Michael Patrick, Kathy, Patricia, Angelo und er haben jeweils auch Soloprojekte bzw. sind mit anderen Ensembles unterwegs, Joey geht zusätzlich voll in seinem Sport auf, aber Musik und Glaube sind bei allen Geschwistern immer noch allgegenwärtig und Teil ihres Lebens.

 

Neben dem Einblick in die Lebens- und Glaubenswege von Jimmy Kelly hat der Gaststar es sich nicht nehmen lassen auch einige musikalische Darbietungen zu präsentieren.
Neben einer irischen Volksweise sang er auch ein spanisches Gebet und zwei eigene Kompositionen, begleitet wurde er hierbei bei Frau Ehlert an der Geige.

Pfarrer Dr. Guido Rothäut führte mit charmanter und gefühlvoller Art und Weise durch das Gespräch fand großen Anklang beim Publikum.
Auch wir von „Wohltat e.V.“ waren vor Ort und haben uns durch das „Montagsgespräch mit Jimmy Kelly“ inspirieren lassen.

(Fotos 1-3 von TZ und 4-6 von Nina Krüsmann, freie Journalistin)

(TZ)