Städteregion…

Was muss ich in Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg

  • Corona-Studie in Rhein-Maas-Klinik
  • 230.000 EUR Bußgelder in Aachen
  • Zentralregister für Corona-Obduktionen

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Stadt und Städteregion Aachen,
Kreis DürenKreis Euskirchen und Kreis Heinsberg.

Was wird aus unseren Weihnachtsmärkten?

Veranstalter von Weihnachtsmärkten in der Aachener Region arbeiten derzeit (06.07.2020) an Konzepten, falls die Märkte doch noch stattfinden dürfen. Bislang sind Großveranstaltungen bis Ende Oktober 2020 verboten.

Die Aachener SPD hat angeregt, den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt um zwei Straßen zu erweitern, nämlich um Anna- und Jakobstraße. Andere, breitere Straßen schlägt der Märkte- und Aktionskreis City vor, um ein Gedränge zu vermeiden. Außerdem sollen Absperrungen Besucher des Weihnachtsmarktes in nur eine Richtung leiten. In Düren soll der Weihnachtsmarkt wieder auf dem Hoeschplatz stattfinden, falls im November wieder Großveranstaltungen stattfinden dürfen. Für den Monschauer Weihnachtsmarkt liegt noch kein Konzept vor.

Tafeln wieder auf normalem Niveau

Bei den Tafeln in Aachen und Düren hat sich die während der Corona-Pandemie eingebrochene Kundennachfrage wieder stabilisiert. In den Einrichtungen sei wieder mehr Normalität eingekehrt (Stand 06.07.2020).

Viele Senioren hätten offenbar Angst vor einer möglichen Ansteckung gehabt, sagt die Leiterin der Aachener Tafel. Die Dürener Tafel war zwischenzeitlich auch geschlossen. Doch mittlerweile werden an beiden Standorten wieder ähnlich viele Haushalte versorgt, wie vor der Pandemie. In Aachen rund 130 Haushalte täglich, in Düren 70 bis 80. In Aachen weiterhin kontaktlos und überwiegend per Lieferbetrieb – hierbei engagieren sich besonders Studenten ehrenamtlich. Beide Tafeln sagen, sie wären finanziell abgesichert. Doch seit Beginn der Corona-Krise gab es kaum Neuanmeldungen.

Corona-Studie in Rhein-Maas-Klinik

Mitarbeiter der Rhein-Maas-Klinik in Würselen werden derzeit auf Anti-Körper gegen das Corona-Virus getestet. Damit wollen die Ärzte Informationen für eine Studie zur Verbesserung des Schutzes von Mitarbeitern und Patienten gewinnen.

Die Teilnahme ist freiwillig. Die Ärzte nehmen von den Mitarbeitern Blutproben und sammeln mit einem Fragebogen Informationen. Zum Beispiel: Welchen Infektionsrisiken waren die Mitarbeiter in ihrem privaten und beruflichen Umfeld ausgesetzt? Die Studie hat vor allem zwei Ziele: Erkenntnisse liefern, um den Schutz von Patienten und Mitarbeitern vor dem Corona-Virus zu optimieren. Und gleichzeitig Informationen für die Wissenschaft zu gewinnen. Dabei geht es darum, die Durchseuchung in einem Krankenhaus gründlich zu erforschen.

Gut 230.000 EUR Corona-Bußgelder in Aachen

Von Mitte März bis Ende Mai sind in Aachen mehr als 230.000 Euro an Bußgeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln verhängt worden. Das hat eine WDR-Umfrage ergeben.

In mehr als 920 Fällen musste das Ordnungsamt eingreifen. Damit liegt Aachen landesweit im Mittelfeld der Städte. Die meisten Verstöße gab es gegen das Kontaktverbot – weniger Fälle hingegen im Bereich Einzelhandel und Gastronomie. 27-mal wurde hier eine Geldbuße verhängt.

In knapp 20 Fällen wurde in Aachen auch gegen das Verbot der Prostitution verstoßen. Dabei verhängte die Stadt Bußgelder in Höhe von rund 17.500 Euro.

Für Düren meldete die Stadt 473 Ordnungswidrigkeitsverfahren und eine Bußgeld-Summe von insgesamt gut 123.000 Euro.

Zentrales Register für Corona-Obduktionen

Um Covid-19-Patienten besser behandeln zu können, entsteht an der Uniklinik Aachen gerade ein zentrales Register (29.09.2020). Darin werden Obduktionsergebnisse von Corona-Toten erfasst. Bislang beteiligen sich 35 Universitäts-Pathologien an dem Projekt, das die Aachener Ärzte gestartet haben.

Untersucht werden Organe in Brust- und Bauchraum wie zum Beispiel die Lunge. Das Register erfasst anonymisiert das Alter, die Krankheitsgeschichte und die verschiedenen Diagnosen an den einzelnen Organen jedes Verstorbenen. In Aachen wurden bisher acht Obduktionen an Covid-19 Verstorbenen gemacht. Ziel des Zentral-Registers ist die Verbesserung der Behandlung von Patienten.

Aktuell steht das Projekt noch am Anfang. Das heißt: Es wird noch dauern bis konkrete Ergebnisse für verbesserte Behandlungsstrategien vorliegen.

Familie in Langerwehe an Corona erkrankt

Nach neun Corona-Fällen in einer Familie in Langerwehe vorige Woche sind im Umfeld keine weiteren Infektionen festgestellt worden (29.06.2020). 72 Personen hatten allerdings engeren Kontakt zu der Familie und müssen für 14 Tage in Quarantäne, darunter auch Schüler und Lehrer.

Der Kreis Düren hat mehr als 200 Personen testen lassen, die länger als 15 Minuten und mit wenig Abstand Kontakt zu den Infizierten hatten.

Weitere Lockerungen im Nachbarland Belgien

Ab Mittwoch (01.07.2020) treten in unserem Nachbarland zahlreiche Lockerungen in Kraft. Schwimmbäder öffnen, ebenso Kinos, Indoorspielhallen und Vergnügungsparks. Bei Konzerten und anderen Kuturveranstaltungen sind drinnen 200 Besucher zugelassen, draußen 400. Dabei gilt weiter die Abstandsregel von anderthalb Metern.

Gesichtsmasken vernichten Corona-Viren

Forscher des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen arbeiten an Gesichtsmasken, die Corona-Viren unschädlich machen. Durch eine spezielle Beschichtung werden die Viren abgetötet. Das ist am Mittwoch (24.06.2020) vorgestellt worden.

Bei der Entwicklung dieser Technik haben die Forscher mit Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin zusammengearbeitet. Gemeinsam haben sie verschiedene Textilien untersucht, die ausgeatmete Corona-Viren inaktivieren können.

Und so funktioniert dabei die Zerstörung der Corona-Viren an den Gesichtsmasken: Diese Spezial-Textilien haben eine positive Ladung. Die Hülle der Corona-Viren ist dagegen negativ geladen. Und wenn dann Corona-Zellen auf die Oberfläche mit der positiven Ladung treffen, werden sie durch den Kontakt zerstört. Nach Angaben der Forscher werden dabei 99,99 Prozent der Corona-Viren ausgeschaltet.

Neunutzung der Eifelhöhenklinik

Die ehemalige Eifelhöhen-Klinik Marmagen in Nettersheim könnte im Fall eines größeren Corona-Ausbruchs als Unterbringungszentrum genutzt werden. Am Dienstagabend (23.06.2020) wurde im Rat der Gemeinde Nettersheim darüber gesprochen.

Die Eifelhöhen-Klinik steht derzeit leer, ist aber immer noch möbliert. Daher könnten dort zum Beispiel gesunde Menschen aus einem Pflegeheim vorübergehend untergebracht werden, wenn es dort einen Corona-Ausbruch gegeben hat. Oder auch Patienten aus Krankenhäusern, die keine akuten Notfälle mehr sind. Die frei werdenden Betten in den Krankenhäusern könnten dann für schwere Corona-Fälle genutzt werden.

Weitere WDR-Informationen zum Coronavirus

Bürgertelefone

In Stadt und Städteregion Aachen ist ein Bürgertelefon rund um das Thema Corona eingerichtet worden. Es ist an Werktagen und am Wochenende von 8.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 0241/510051 zu erreichen. Außerdem hat die Stadt Aachen für Termin-Absprachen mit dem Bürgerservice jetzt eine weitere Telefonnummer eingerichtet: 0241/432-1234.

Das Bürgertelefon des Kreises Heinsberg ist von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag zwischen 10.00 und 16.00 Uhr unter 02452/131313 erreichbar.

Die Corona-Hotline des Kreises Düren steht unter Tel. 02421/22-1053920 montags bis donnerstag von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, freitags von 08.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie samstags von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr für allgemeine Fragen zur Verfügung; sonntags und an Feiertagen ist diese Hotline nicht mehr erreichbar. Darüber hinaus bietet der Kreis Düren noch eine Service-Nummer für Unternehmen an: 02421/22-1061214.

Im Kreis Euskirchen sind Experten der Kreisverwaltung in Sachen Kinderbetreuung montags bis freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr telefonisch unter 02251/15-155 und per E-Mail erreichbar: kitaeltern@kreis-euskirchen.de. Informationen zu Hilfestellungen für Unternehmen bietet der Kreis Euskirchen telefonisch unter 02251/15-680 und per E-Mail: wirtschaftsfoerderung_corona@kreis-euskirchen.de

Medizinischer Bereitschaftsdienst

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst kann unter der Telefonnummer 116 117 angerufen werden.

Arbeitsagenturen

Die Agentur für Arbeit Aachen-Düren ist ab sofort über zusätzliche Telefonnummern (zwischen 7.30 Uhr und 12.30 Uhr) und außerdem per E-Mail erreichbar:

Stadt Aachen: 0241/897-9000 , E-Mail: Aachen-Dueren.111-Eingangszone2@arbeitsagentur.de

Städteregion Aachen ohne Stadt Aachen: 02404/900-200, E-Mail: Alsdorf.114-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Kreis Düren: 02421/124-900, E-Mail: Dueren.112-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Kreis Heinsberg: 02452/9191-90, E.Mail: Erkelenz.113-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Infos zu aktuellen Entwicklungen: Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen.

Stand: 06.07.2020, 16:22