WDR Live-Ticker zur Corona-Krise:

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Der aktuelle Live-Ticker:

 Ab morgen neue Regeln – auch bei Feiern

  • Ab morgen neue Corona-Bußgelder und -Regeln in NRW
  • TV-Duell zur US-Wahl: Trump greift China an
  • Düsseldorfer Rosenmontagszug im Stadion?
  • Disney-Konzern streicht 28.000 Jobs
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Ab morgen neue Corona-Regeln und Bußgelder in NRW

Morgen tritt in Nordrhein-Westfalen die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Über die Details informierte heute NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Einige wichtige Neuerungen im Überblick:

  • Gäste, die im Restaurant falsche Kontaktangaben machen, müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro rechnen.
  • Feiern ab 50 Teilnehmern in öffentlichen Räumlichkeiten müssen beim Ordnungsamt drei Tage vorher angemeldet werden – mit Angabe einer Kontaktperson und der erwarteten Teilnehmerzahl. Ansonsten drohen 500 Euro Bußgeld.
  • An allen Adventssonntagen dürfen Geschäfte zwischen 13 und 18 Uhr öffnen.
  • Weihnachtsmärkte dürfen unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Die Landesregierung betrachtet sie nicht als Veranstaltungen, sondern als „Spezial-Märkte„.
  • Außerdem sagte Laumann: Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, müsse einplanen, nach der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne zu gehen – auch wenn sich diese Zeit später noch verkürzen kann.
  • Wenn Fußballspiele wegen hoher Infektionszahlen ohne Stadion-Publikum stattfinden müssen, soll dies laut Laumann spätestens einen Tag vorher bekannt gegeben werden. Beim Spiel FC Schalke 04 gegen Werder Bremen waren die Stadion-Fans zuletzt wenige Stunden vor Anpfiff ausgeschlossen worden.

Zwar sei man in Nordrhein-Westfalen „weit entfernt“ von einer „dramatischen Lage„, so Laumann. Man befinde sich „aber auch nicht mehr in einer entspanten Lage„. Landesweit hätten sich in den vergangenen sieben Tagen unter 100.000 Einwohnern 19,3 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Karneval in Düsseldorf: Rosenmontagszug im Stadion?

Rosenmontagszug in Düsseldorf 2019

Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) erwägt einen Rosenmontagszug im Fußballstadion. Das bestätigte Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann dem WDR. Die Merkur-Spiel-Arena im Norden der Stadt könne alles erfüllen, um einen Rosenmontagszug mit Dutzenden Wagen unter Corona-Regeln stattfinden zu lassen, heißt es.

Michael Brill, Chef der städtischen Event-Tochter D.Live betonte, dass es sich um eine „Ideenskizze“ des CC handele und man noch ganz am Anfang der Überlegungen stehe. Wagenbauer Jacques Tilly zeigt sich begeistert von dem Plänen, bezeichnet die Idee als „ideale Corona-Lösung„.

Das Comitee hofft jetzt auch auf Unterstützung der Stadt. Gespräche mit dem künftigen Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) seien dazu bereits geplant, heißt es weiter. Die Landesregierung hatte kürzlich gemeinsam mit den Chefs der NRW-Karnevalshochburgen die großen Festkomitees und den klassischen Sitzungs- und Straßenkarneval abgesagt.

Venlo bittet deutsche Nachbarn: Am 3. Oktober nicht kommen

Venloer Innenstadt

Die niederländische Grenzstadt Venlo bittet alle Deutschen, am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf einen Besuch zu verzichten. Traditionell fahren an dem Feiertag immer viele Einkaufstouristen aus Nordrhein-Westfalen nach Venlo oder auch nach Roermond. Es werde dann oft sehr voll – und genau das sei in Corona-Zeiten bekanntlich ein Problem, sagte am Mittwoch der Venloer Bürgermeister Antoin Scholten.

„Sollten Sie sich doch entscheiden zu kommen, ist es gut möglich, dass Sie die Einkaufszentren unserer Stadt gar nicht erst erreichen, weil wir finden, dass es zu voll wird. Einkaufsgebiete, aber auch Parkhäuser und -plätze können dann gesperrt werden.“ Scholten bat Einzelhändler aus seiner Stadt, in Deutschland vorläufig auch nicht mehr zu inserieren.

Merkel appelliert: „Halten Sie sich an die Regeln“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Generaldebatte im Bundestag die Bürger dazu aufgerufen, sich an die Corona-Schutzverordnungen zu halten. „Ich appelliere an Sie alle: Halten Sie sich an die Regeln, die für die nächste Zeit weiter gelten müssen!

„Wir stehen vor einer schwierigen Phase“, sagte Merkel mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit. Und ergänzte: „Wir erleben zurzeit, wie die Vorsicht nachlässt.

Gesundheitsminister Spahn verteidigt neue Corona-Regeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die neuen Corona-Regeln verteidigt. Im ZDF-„heute journal“ am Dienstagabend sagte er, jeder müsse selber entscheiden, ob das jetzt die Zeit für Partys sei.

Beim Geselligsein, in der Gastronomie sowie beim Reisen und in der Freizeit gebe es momentan das größte Ansteckungsrisiko, so Spahn. „Das Virus ist ja hier der Spielverderber, nicht ich oder wir in der Politik.

WDR Studios NRW 30.09.2020 00:46 Min. Verfügbar bis 07.10.2020 WDR Online

Kunstmesse Art Düsseldorf dauerhaft ins Frühjahr verlegt

Die für November geplante vierte Ausgabe der Kunstmesse Art Düsseldorf wird wegen der Corona-Pandemie ins Frühjahr verlegt. Neuer Termin sei nun der 16. bis 18. April 2021 im Areal Böhler, teilten die Veranstalter heute mit. Künftig werde die Art Düsseldorf dauerhaft im Frühjahr stattfinden. Zur dritten Auflage der jungen Messe im November 2019 waren laut Veranstaltern rund 40.000 Besucher gekommen.

Hilfsorganisation warnt vor mehr Zwangsehen durch Covid-19

Die Covid-19-Pandemie führt einem Bericht der Kinderrechtsorganisation Save the Children zufolge zu einem deutlichen Anstieg von Kinderehen und gefährdet die Fortschritte für die Gleichstellung von Mädchen. Im Jahr 2020 seien eine halbe Million Mädchen mehr zwangsverheiratet worden, schätzt die Organisation in ihrem Bericht.

Eine Million Minderjährige mehr könnten schwanger werden. Die Pandemie-bedingten Schulschließungen hätten weltweit die Schullaufbahn von 1,6 Milliarden Kindern unterbrochen. In den kommenden fünf Jahren rechnet Save the Children mit einem Anstieg von Kinderehen um bis zu 2,5 Millionen, die Gesamtzahl dürfte bis 2025 auf 61 Millionen steigen. Als Folge sind drastisch steigende Zahlen für Teenager-Schwangerschaften und Schulabbrüche zu erwarten.

Trump macht im TV-Duell erneut China verantwortlich

Im TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden in der Nacht auf heute, hat der Amtsinhaber erneut China für die Corona-Pandemie verantwortlich gemacht. Außerdem lobte er sein Krisenmanagement – trotz der etwa 200.000 Toten in den USA, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen.

Außerdem mokierte sich Trump darüber, dass sein 77-jähriger Herausforderer wegen der Corona-Pandemie so häufig eine Schutzmaske trage – „die größte Maske, die ich jemals gesehen habe„. Trump weiter: „Ich habe eine Maske hier. Ich trage eine Maske, wenn ich denke, dass ich eine Maske brauche.“ Biden kritisierte Trumps Krisenmanagement – und ergänzte: „Man kann die Wirtschaft nicht in Ordnung bringen, bevor man die Corona-Krise löst.

WDR 5 Morgenecho – Interview 30.09.2020 05:10 Min. Verfügbar bis 30.09.2021 WDR 5

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Disney-Konzern streicht 28.000 Jobs

Nach milliardenschweren Verlusten wegen geschlossener Vergnügungsparks und abgesagter Kreuzfahrten in der Corona-Krise zieht der US-Unterhaltungskonzern Disney die Reißleine und streicht 28.000 Jobs. Etwa zwei Drittel der betroffenen Mitarbeiter seien Teilzeitkräfte vor allem in den US-Themenparks, teilte Disney heute mit.

Die Stellenstreichungen seien unvermeidbar, hieß es in einem Brief an die Mitarbeiter. Kostensenkungen, die Aussetzung von Projekten und Rationalisierungen hätten nicht ausgereicht. Die Dauer der Pandemie und die mangelnde Bereitschaft der Regierung, in Kalifornien Beschränkungen aufzuheben, hätten die Situation verschärft.

Wegen der Corona-Pandemie musste Disney zunächst weltweit seine Vergnügungsparks schließen. Nach der Wiedereröffnung ist nur eine beschränkte Besucherzahl erlaubt.

Immer die neuesten Corona-Zahlen zum eigenen Wohnort

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Stand: 30.09.2020, 14:16