Am 08. Mai 1945 um 23.01 Uhr trat der Friedensvertrag zwischen den alliierten Streitkräften in Kraft und die Zeit der Wehrmacht und des Nationalsozialismus wurde für beendet erklärt.
Viele Senioren werden die Zeit des zweiten Weltkriegs noch in Erinnerung haben und auch die Trümmerfrauen, die danach anfingen, alles wieder auf zu aufbauen.
Viele von Ihnen haben damals Brüder, Väter, Ehemänner oder Kinder an der Front verloren, aber unsere Frauen standen zusammen und haben mit bloßen Händen den Wiederaufbau begonnen.
So jedenfalls berichten es viele Zeitzeuginnen heute noch und erinnern sich an diese Zeit des Zusammenhalts und der gemeinschaftlichen Unterstützung.

Damit den jüngeren Generationen dieser Teil der Heimatgeschichte nicht verloren geht, wird der „Tag der Befreiung“ am 08. Mai jedes Jahr mit einem Festakt gefeiert.

Diesmal jährte sich das Ereignis von 1945 zum 75. Mal und wir waren vor Ort um diesen Festakt beizuwohnen.
Zum ersten Mal konnten wir diese Feierlichkeit auch online zugänglich machen, um auch die Menschen erreichen zu können, die dieses Jahr nicht vor Ort teilnehmen durften.

Foto: Cst.

Foto: Cst.

 

So trafen sich 30 Vertreter von Kerkrade, Herzogenrath, Oranje und Kirche um diesen Festakt gemeinsam auf der Burg Rode zu feiern und dieses Jahr stellte das Team von „Forum Digital“ die Technik für den Livestream zur Verfügung.

Ab 22.30 Uhr wurden die Gäste durch Herrn Reinhard Granz, Vorsitzender des Partnerschaftskommitees Herzogenrath e.V. begrüßt.
Neben Vertretern der Stadt Herzogenrath waren auch Vertreter der Oranjevereinigung Kerkrade und die Bürgermeisterin Frau Petra Dassen (Kerkrade) anwesend.
Herr Granz sprach die einleitenden Begrüßungsworte und ging mit ein paar kurzen Worten auf die geschichtliche Bedeutung des Festaktes ein.
Im Anschluss spielten die beiden Trompeter Herr René Schuren (NL) und
Niko Robertz (D) gemeinsam den Kanon „Dona Nobis Pacem“, übersetzt „Gib uns Frieden“.
Nach der musikalischen Einlage wurde das Friedenfeuer von Herrn Manfred Borgs (SSV Herzogenrath) und einem weiteren Vertreter des Stadtsportverbandes Herzogenrath entzündet.
Herr Hans Schilling, Vorsitzender Oranjevereinigung Kerkrade, sprach ein paar Grußworte stellvertretend für die niederländischen Vertreter und zwei Jugendlichen der Herzogenrather Oranjevereinigung trugen die Gedanken der Herzogenrather Jugend vor.
Im Anschluss folgte mit „Ode an die Freude“ ein weiterer musikalischer Beitrag der beiden Trompeter.

Foto: C.St.

Foto: C.St.

 

Herr Hubert Phillippengracht, 1. Beigeordneter der Stadt Herzogenrath, sprach hiernach ein paar Gedenkworte im Auftrag der Stadt Herzogenrath, ihm folgten Pfarrer Intrau (katholische Pfarre St. Willibrord Merkstein) und Pfarrer Ungerathen (evangelische Pfarre Herzogenrath) mit gemeinschaftlichen Gebeten.
Den musikalischen Abschluss brachten die beiden Trompeter mit „Einigkeit und Recht und Freiheit“ und hiernach beendeten die beiden Städte Herzogenrath und Kerkrade mit dem Läuten aller Kirchenglocken als offiziellem Abschluss der Gedenkfeier, nach dem zu gutem Schluss durch Bürgermeisterkandidat Stefan Becker und Wolfgang Schmitz, Vorsitzender Burg Rode e.V., die Fahnen von Halbmast auf Vollmast gesetzt wurden.

Foto: C.St.

Foto: S.B.

 

Ein Dank gebührt den Vertretern des „Forum Digital“, die mit ihrer Technik und dem Redaktionsteam von „A.S.H. Wohltat e.V.“ gemeinsam den Stream ermöglichten. Ebenso noch einmal einen besonderen Dank an Stefan Becker, dass er den gesamten Aufbau auf der Burg organisiert hat, nach dem er
zusammen mit Herrn Reinhard Granz, Vorsitzender des Partnerschaftskommitees Herzogenrath e.V., diese Veranstaltung im Vorfeld schon initiierte.

Vielen Dank an alle!

Foto: C.St.

 

Und nicht vergessen:

„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“
“Degenen die zich hun verleden niet herinneren, zijn gedoemd het te herhalen”
George Santayana.

Von TZ

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