Städteregion…

Was muss ich in Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg

  • Corona-Fall in Grundschule Jülich
  • Maskenreserven für Schulen aufgestockt
  • Wirtschaft leidet stark unter Corona

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Stadt und Städteregion Aachen,
Kreis DürenKreis Euskirchen und Kreis Heinsberg.

Maskenreserven in Aachen aufgestockt

Die Krisenstäbe der Städteregion haben die Maskenreserven für Schüler und Lehrer kurz vor Schulbeginn deutlich aufgestockt. Zwar soll jeder Schüler eine eigene Mund-Nase-Maske mitbringen, für Notfälle wurden jedoch mehr als 110.000 Masken angeschafft.

Ein Großteil der Masken wurde mittlerweile an die Schulen verteilt. Bei Bedarf könnten weitere geordert werden. Schüler können die Masken zum Beispiel im Schulsekretariat erhalten. Auch Schulen in den Kreisen Düren und Heinsberg sind entsprechend ausgestattet. Letztlich bleibt die Pflicht, Kinder mit Mund-Nase-Masken auszustatten, jedoch bei den Eltern. Einige von ihnen kritisieren das in sozialen Netzwerken und fordern, dass Masken für Schüler zur Verfügung gestellt werden.

Corona-Fall in Grundschule Jülich

In der Grundschule Nord gibt es einen Corona-Fall. Eine Lehrerin ist nach Angaben der Stadt mit dem Virus infiziert, etliche weitere Lehrer sind auf Anordnung des Gesundheitsamtes vorsorglich in Quarantäne. Der Schulbetrieb könne am Grundschul-Standort Berliner Straße am Mittwoch (12.8.) dennoch weitgehend normal starten. Für den Standort Welldorf allerdings gibt es eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht. Die Betreuung der Kinder in der Grundschule sei sichergestellt, heißt es.

Gangelter Corona-Testzentrum schließt

Im Testzentrum in der Turnhalle einer Gangelter Schule sind am Donnerstag (30.07.2020) zum letzten Mal Abstriche für Coronatests vorgenommen. Als Nächstes zieht das vom Deutschen Roten Kreuz betriebene Zentrum nach Hückelhoven um.

Das Abstrichzentrum in der Turnhalle war direkt zu Anfang der Corona-Pandemie im März eingerichtet worden, um Arztpraxen zu entlasten und Verdachtsfälle zentral testen zu können. Seitdem hat das Rote Kreuz hier knapp 12.000 Menschen getestet – zu Beginn etwa 250 pro Tag, zuletzt waren es noch 80 pro Tag. Nach den Ferien soll die Turnhalle wieder von der Schule genutzt werden.

Weitere Corona-Einschränkungen in Belgien

Ab Mittwoch (29.07.2020) treten neue, strengere Coronaregeln in Kraft. Familien dürfen sich nur mit 5 Bekannten treffen, statt wie bisher mit 15. Und es müssen immer die gleichen sein. Hochzeit darf man mit maximal 10 Personen feiern, bisher waren es 50. Bei Grillabenden oder Geburtstagen sind auch höchstens 10 Menschen zugelassen. Einkaufen darf man nur allein, und das auch nur für eine halbe Stunde. Die Regierung empfiehlt außerdem, im Home Office zu arbeiten. In Ostbelgien ist die Zahl der Neuinfizierten zwar gering, aber in ganz Belgien haben sich vergangene Woche jeden Tag rund 280 Menschen infiziert. 71 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Fortsetzung der Gangelt-Studie geplant

Die Gangelt-Studie zum Corona-Virus wird fortgesetzt. In einem nächsten Schritt will der Bonner Virologe Hendrik Streeck untersuchen, wie lange Menschen nach einer Corona-Infektion immun sind. Dass sei wichtig für die Entwicklung eines Impfstoffes, heißt es am Freitag (24.07.2020). Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch hat die Menschen in Gangelt aufgerufen, sich an der Studie zu beteiligen.

Corona trifft Wirtschaft hart

Die Wirtschaft in der Region Aachen ist von der Corona-Pandemie hart getroffen. Laut einer aktuellen IHK-Umfrage (Stand 24.07.2020) rechnen drei von vier Unternehmen mit deutlichen Verlusten für dieses Jahr – im Schnitt von rund 20 Prozent.

Besonders stark leiden das Gastgewerbe wie Hotels und Restaurants, aber auch Industrieunternehmen. Die hohen Auflagen für die Gastronomie führen dazu, dass nicht genügend Gäste kommen oder dass sie sogar ganz ausbleiben. Auch in den Hotels ist die Nachfrage sehr gering. In der Industrie fehlen Zulieferungen aus dem Ausland, sodass Produktionsschritte nicht abgeschlossen werden können. Zurzeit haben laut IHK Umfrage 44 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit angemeldet.

Diskussion um Mund-zu-Mund-Beatmung bei Rettungseinsätzen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Erste Hilfe empfiehlt Rettungsdiensten in Notfällen keine Mund-zu-Mund-Beatmung durchzuführen. Sie sollen lieber auf die Herzdruckmassage setzen. Diese Empfehlung gilt für alle Rettungsdienste zwischen Aachen, Wegberg und Bad Münstereifel. Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Herzdruckmassage in bis zu 90 Prozent der Fälle effektiv sei. Werde dennoch eine Beatmung notwendig, stände es den Ersthelfern frei, Patienten ein steriles Tuch über das Gesicht zu legen oder einen Beatmungsbeutel zu nutzen.

Corona-Pandemie erschwert Lehrstellen-Suche

Die Zahl der Ausbildungsverträge in der Region Aachen liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau, Schüler finden nicht ihren Traumberuf, Firmen keine Bewerber. Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammer machen vor allem die Corona-Pandemie dafür verantwortlich.

Bei den Ausbildungsverträgen gibt es aktuell (Stand 23.07.2020) ein Minus von zwanzig Prozent. Zählte die Handwerkskammer voriges Jahr Ende Juni noch über tausend Verträge, so jetzt erst 850. Im IHK-Bereich beträgt der Einbruch bei Veranstaltungs-Berufen fast zwei Drittel, hohe Rückgänge gibt es auch im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie bei Metall- und Elektroberufen.

Ein Grund: Wegen Corona fielen im Frühjahr die üblichen Berufsinfoveranstaltungen für Schüler aus. Beide Kammern sind allerdings zuversichtlich, dass die Zahlen zum Herbst besser werden. Freie Lehrstellen gebe es genug. Über ihre Homepage bieten die Kammern eine Lehrstellenbörse oder telefonische Speed-Dating-Bewerbungen an.

Corona-Pandemie Belastung für viele Frauen

Die Lebenssituation vieler Frauen in Aachen hat sich während der Corona-Pandemie erheblich verschlechtert. Das hat eine Umfrage des regionalen Frauennetzwerkes ergeben. Knapp 600 Frauen und Männer aus der Städteregion haben an der Befragung teilgenommen.

Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist: Sie zeigt, wie zementiert Rollenverteilungen nach wie vor sind: Die Betreuung der Kinder während der Kita- und Schulschließungen zum Beispiel wurde zu 70 Prozent durch die Mütter gestemmt. Mehr als doppelt so viele der teilnehmenden Frauen arbeiteten überwiegend oder ausschließlich im Homeoffice. Die Belastung durch die Krise wurde deshalb unterschiedlich bewertet: 42 Prozent der Frauen belastete die Pandemie stark. 42 Prozent der Männer gaben dagegen an, die Coronakrise habe sie kaum belastet.

Offene Grenze bei zweiter Corona-Welle

Die niederländisch-belgische Grenze bei Maastricht soll im Fall einer zweiten Coronawelle weiter offen bleiben. Darauf haben sich die Politiker beider Länder geeinigt. Die Schließung der Grenze Mitte März hatte bei vielen Bürgern im Grenzgebiet Unverständnis ausgelöst – auch weil Familien dadurch getrennt wurden.

Online-Vorlesungen auch im Wintersemester

Studierende an der RWTH müssen sich auch im Wintersemester weiter auf Online-Vorlesungen einstellen. Die Hochschule geht davon aus, dass die Corona-Sicherheitsmaßnahmen weiter bestehen bleiben. Deshalb wären keine Präsenz-Vorlesungen möglich, sagt die RWTH-Leitung.

Maskenpflicht in Ostbelgien

Bei unsern Nachbarn ist die Maskenpflicht verschärft worden. Sie gilt jetzt in Geschäften, Supermärkten, Museen, Bibliotheken sowie in Kirchen und Kinos. Bei Verstoß droht eine Strafe von 250 Euro. Bisher galt in Belgien die Maskenpflicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Corona „lindert“ Wohnungsnot der Studenten

Die Corona-Pandemie hat zu einer kleinen Entspannung auf dem Wohnungsmarkt für Studierende geführt. Sogar die Bewerberzahlen bei den normalerweise stark überlaufenen Studentenwohnheimen sind zurückgegangen.

Was wird aus unseren Weihnachtsmärkten?

Veranstalter von Weihnachtsmärkten in der Aachener Region arbeiten derzeit (06.07.2020) an Konzepten, falls die Märkte doch noch stattfinden dürfen. Bislang sind Großveranstaltungen bis Ende Oktober 2020 verboten.

Die Aachener SPD hat angeregt, den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt um zwei Straßen zu erweitern, nämlich um Anna- und Jakobstraße. Andere, breitere Straßen schlägt der Märkte- und Aktionskreis City vor, um ein Gedränge zu vermeiden. Außerdem sollen Absperrungen Besucher des Weihnachtsmarktes in nur eine Richtung leiten. In Düren soll der Weihnachtsmarkt wieder auf dem Hoeschplatz stattfinden, falls im November wieder Großveranstaltungen stattfinden dürfen. Für den Monschauer Weihnachtsmarkt liegt noch kein Konzept vor.

Tafeln wieder auf normalem Niveau

Bei den Tafeln in Aachen und Düren hat sich die während der Corona-Pandemie eingebrochene Kundennachfrage wieder stabilisiert. In den Einrichtungen sei wieder mehr Normalität eingekehrt (Stand 06.07.2020).

Viele Senioren hätten offenbar Angst vor einer möglichen Ansteckung gehabt, sagt die Leiterin der Aachener Tafel. Die Dürener Tafel war zwischenzeitlich auch geschlossen. Doch mittlerweile werden an beiden Standorten wieder ähnlich viele Haushalte versorgt, wie vor der Pandemie. In Aachen rund 130 Haushalte täglich, in Düren 70 bis 80. In Aachen weiterhin kontaktlos und überwiegend per Lieferbetrieb – hierbei engagieren sich besonders Studenten ehrenamtlich. Beide Tafeln sagen, sie wären finanziell abgesichert. Doch seit Beginn der Corona-Krise gab es kaum Neuanmeldungen.

Corona-Studie in Rhein-Maas-Klinik

Mitarbeiter der Rhein-Maas-Klinik in Würselen werden derzeit auf Anti-Körper gegen das Corona-Virus getestet. Damit wollen die Ärzte Informationen für eine Studie zur Verbesserung des Schutzes von Mitarbeitern und Patienten gewinnen.

Gut 230.000 EUR Corona-Bußgelder in Aachen

Von Mitte März bis Ende Mai sind in Aachen mehr als 230.000 Euro an Bußgeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln verhängt worden. Das hat eine WDR-Umfrage ergeben.

In mehr als 920 Fällen musste das Ordnungsamt eingreifen. Damit liegt Aachen landesweit im Mittelfeld der Städte. Die meisten Verstöße gab es gegen das Kontaktverbot – weniger Fälle hingegen im Bereich Einzelhandel und Gastronomie. 27-mal wurde hier eine Geldbuße verhängt.

In knapp 20 Fällen wurde in Aachen auch gegen das Verbot der Prostitution verstoßen. Dabei verhängte die Stadt Bußgelder in Höhe von rund 17.500 Euro.

Für Düren meldete die Stadt 473 Ordnungswidrigkeitsverfahren und eine Bußgeld-Summe von insgesamt gut 123.000 Euro.

Zentrales Register für Corona-Obduktionen

Um Covid-19-Patienten besser behandeln zu können, entsteht an der Uniklinik Aachen gerade ein zentrales Register (29.09.2020). Darin werden Obduktionsergebnisse von Corona-Toten erfasst. Bislang beteiligen sich 35 Universitäts-Pathologien an dem Projekt, das die Aachener Ärzte gestartet haben.

Untersucht werden Organe in Brust- und Bauchraum wie zum Beispiel die Lunge. Das Register erfasst anonymisiert das Alter, die Krankheitsgeschichte und die verschiedenen Diagnosen an den einzelnen Organen jedes Verstorbenen. In Aachen wurden bisher acht Obduktionen an Covid-19 Verstorbenen gemacht. Ziel des Zentral-Registers ist die Verbesserung der Behandlung von Patienten.

Aktuell steht das Projekt noch am Anfang. Das heißt: Es wird noch dauern bis konkrete Ergebnisse für verbesserte Behandlungsstrategien vorliegen.

Weitere WDR-Informationen zum Coronavirus

Bürgertelefone

In Stadt und Städteregion Aachen ist ein Bürgertelefon rund um das Thema Corona eingerichtet worden. Es ist an Werktagen und am Wochenende von 8.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 0241/510051 zu erreichen. Außerdem hat die Stadt Aachen für Termin-Absprachen mit dem Bürgerservice jetzt eine weitere Telefonnummer eingerichtet: 0241/432-1234.

Das Bürgertelefon des Kreises Heinsberg ist von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag zwischen 10.00 und 16.00 Uhr unter 02452/131313 erreichbar.

Die Corona-Hotline des Kreises Düren steht unter Tel. 02421/22-1053920 montags bis donnerstag von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, freitags von 08.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie samstags von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr für allgemeine Fragen zur Verfügung; sonntags und an Feiertagen ist diese Hotline nicht mehr erreichbar. Darüber hinaus bietet der Kreis Düren noch eine Service-Nummer für Unternehmen an: 02421/22-1061214.

Im Kreis Euskirchen sind Experten der Kreisverwaltung in Sachen Kinderbetreuung montags bis freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr telefonisch unter 02251/15-155 und per E-Mail erreichbar: kitaeltern@kreis-euskirchen.de. Informationen zu Hilfestellungen für Unternehmen bietet der Kreis Euskirchen telefonisch unter 02251/15-680 und per E-Mail: wirtschaftsfoerderung_corona@kreis-euskirchen.de

Medizinischer Bereitschaftsdienst

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst kann unter der Telefonnummer 116 117 angerufen werden.

Arbeitsagenturen

Die Agentur für Arbeit Aachen-Düren ist ab sofort über zusätzliche Telefonnummern (zwischen 7.30 Uhr und 12.30 Uhr) und außerdem per E-Mail erreichbar:

Stadt Aachen: 0241/897-9000 , E-Mail: Aachen-Dueren.111-Eingangszone2@arbeitsagentur.de

Städteregion Aachen ohne Stadt Aachen: 02404/900-200, E-Mail: Alsdorf.114-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Kreis Düren: 02421/124-900, E-Mail: Dueren.112-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Kreis Heinsberg: 02452/9191-90, E.Mail: Erkelenz.113-Eingangszone@arbeitsagentur.de

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Infos zu aktuellen Entwicklungen: Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen.

Stand: 07.08.2020, 15:03

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